#43 Kann KI das Stromnetz steuern?

Shownotes

Es ist das große Heilsversprechen unserer Zeit: Künstliche Intelligenz soll immer komplexer werdende Systeme managen. In dieser Folge von „Folgewirkung“ gehen wir der Frage nach, ob KI das auch im Stromnetz leisten kann. Kann sie in Zukunft tatsächlich klassische Algorithmen ablösen? Zu Gast ist ein Experte, der an der Schnittstelle von Optimierungsalgorithmen, künstlicher Intelligenz und dem Energiesystem arbeitet: Paul Bauer, Forscher in der Forschungsgruppe Energy and IT an der TU Wien.

Shownotes:

Teil der Forschung von Paul Bauer erfolgt im Rahmen der Initiative „100% Erneuerbare Energie Reallabore“. Diese wurde vom BMIMI (ehemals BMK) initiiert und wird gemeinsam mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und dem Klima- und Energiefonds mitfinanziert. Mehr Infos: https://www.reallabore.at/

Alle weiteren Informationen zum Podcast findet ihr hier: www.folgewirkung.at

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00:00:00: In der letzten Folge haben wir das Elektroauto einmal nicht nur als Auto, sondern als Teil eines viel größeren Systems betrachtet.

00:00:07: Also als etwas das Energie verbraucht aber gleichzeitig auch speichern kann und vielleicht sogar zurückgeben kann – also eine Batterie auf Rädern!

00:00:17: Ja

00:00:17: und die überraschende Bräunte war dass das Auto nicht automatisch ein Problem fürs Stromnetz ist, sondern im besten Fall kann es sogar Teil der Lösung sein.

00:00:24: Nur in dem Moment indem man diesen Gedanken ernst nimmt stellt sich sofort die nächste Frage braucht es denn eigentlich, damit das Realität werden kann?

00:00:33: Denn damit das Elektroauto wirklich Teil der Lösung wird muss es auf eine sehr intelligente Weise in ein ohnehin schon sehr komplexes Energiesystem eingebunden werden.

00:00:42: Also so dass es Lastspitzen abfedert statt Neue zu erzeugen!

00:00:46: Was das konkret bedeutet haben wir in der letzten Folge ausführlich

00:00:49: besprochen.

00:00:50: Wer die noch nicht gehört hat unbedingt nachholen.

00:00:53: Denn heute gehen wir den nächsten Schritt

00:00:56: Und zwar dorthin, wo im Moment überall dieselben Begriffe auftauchen.

00:01:00: Algorithmen, Prognosen und vor allem künstliche Intelligenz.

00:01:05: Denn die Hoffnung ist groß dass uns die künstlichen Intelligenze dabei helfen wird diese neuen Herausforderungen zu meistern und das Stromsystem der Zukunft zu managen.

00:01:14: Aber kann sie das wirklich?

00:01:16: Was bedeutet das über die Technik hinaus gesellschaftlich politisch ganz praktisch?

00:01:23: Deswegen habe ich mir den Experten Paul Bauer ins Studio eingeladen.

00:01:27: Er arbeitet an der Technischen Universität Wien in der Forschungsgruppe Energy & IT und beschäftigt sich tagtäglich mit Optimierungsalgorithmen und KI, die wir für das Stromnetz- und Vehicle to Grid Lösungen – also dem bidirektionalen Laden von Elektroautos brauchen werden.

00:01:44: Willkommen bei Folge Wirkung, dem Podcast des Klima- und Energiefonds.

00:01:56: Hallo Iris, wie geht's dir heute?

00:01:57: Hallo Andy!

00:01:59: Mir geht es gut.

00:02:00: Hörst dich aber nicht so an...

00:02:02: Ich höre mich an wie eine KI die Iris versucht zu imitieren.

00:02:07: Iris die KI ist heutzutage sind schon sehr viel besser als deine Immutationversuche.

00:02:12: und hast du eigentlich schon Angst davor dass uns die bald überflüssig macht?

00:02:16: Ähm

00:02:17: Angst ich bin eine Person ohne Ängste.

00:02:20: also naja Ganz im Ernst, meine Bedenken sind im Moment noch eher gering.

00:02:24: Also abgesehen davon dass uns die KI ja schon wirklich hilft bei der Arbeit glaube ich das es dann doch eher länger dauert bis... Ich wirklich überflüssig werde und man weiß ja nie was bei den Prognosen genau Marketing ist und was tatsächlich Wirklichkeit ist.

00:02:39: Naja ob die Befürchtungen jetzt wirklich übertrieben sind oder nicht?

00:02:43: KI is in aller Munde!

00:02:45: Ja, und vor allem auch wenn es um das Management unseres Energiesystems geht.

00:02:49: In einem Artikel einer Qualitätszeitung die ich jetzt nicht nenne habe ich sogar eine Zahl gefunden untersteht bis zu dreißig Prozent so wird eine Schweizer Beratungsfirma zitiert könnte an Energieeffizienz gewonnen werden wenn man das Netz durch KI intelligenter machen würde.

00:03:05: Dreißig prozent Gewinn!

00:03:08: Aber diese Zahl... Ich habe wirklich versucht herauszufinden wo diese Zahl herkommt habe aber dann aufgegeben, also sehr spekulativ.

00:03:16: Der Kern aber und das hört man immer wieder ist dass KI eben unser Strommanagement sehr viel effizienter gestalten kann Und das ist eben auch wichtig weil sich ja unsere Netz selbst gerade im Wandel befindet.

00:03:30: Darüber haben wir auch schon in der letzten Folge und auch in der Folge zum Blackout gesprochen.

00:03:35: Wir verändern nämlich gerade grundlegend wie wir mit unserem Stromnetz interagieren Wobei die Infrastruktur, die dieser Interaktion zugrunde liegt eigentlich schon ziemlich alt ist und für eine ganz andere Logik geschaffen wurde.

00:03:48: Wo der Strom im Grunde nur in eine Richtung fließt nämlich vom großen Kraftwerk zu den Verbrauchern also immer nur in die eine Richtung?

00:03:55: Genau!

00:03:55: Und in dieser Logik, in der alten Logik waren die Haushalte extrem berechenbar.

00:04:01: Also man konnte im Durchschnitt immer vorausplanen und gut abschätzen wie viel Strom ein Haushalt in einem gewissen Zeitraum verbrauchen wird

00:04:09: oder in der Halbzeitpause eines großen Fußballspiels.

00:04:13: Das ist ein sehr gutes Beispiel.

00:04:15: Zitat aus der Blackout-Folge.

00:04:16: So weit wir uns erinnern, aber ich glaube das war da drinnen ja... Ja also früher gab es eben große Planbarkeiten im Netz und genau das verändert sich jetzt!

00:04:26: Und Paul Bauer hat mir erklärt warum dieser Unterschied zu fundamentalist?

00:04:30: Früher

00:04:31: konnte man mit der Annahme dass ein Haus einen gewissen Erwartungsverbrauch haben wird gut arbeiten.

00:04:38: Das geht heute nicht mehr, weil die Gebrauchsmuster sind nach wie vor ähnlich.

00:04:47: Aber ein Elektroautos zieht so viel Leistung am Netz beim Laden oder auch beim theoretischen Entladen dass das am Niedersprangungsnetz einen sehr deutlichen Unterschied macht.

00:04:58: und dafür ist das Netz sich ausgelegt, dafür ist zur Ortsnetztransformare nicht ausgelegt.

00:05:05: gewissermaßen kann man das versagen, kann man mit Preditionen arbeiten.

00:05:09: Dass man sagt okay so war es, so wird's morgen auch wieder sein.

00:05:11: aber wenn sich da was ändert dann muss man diese Änderung irgendwie ad hoc kompensieren und dass ist teuer oder technisch unmöglich.

00:05:19: Und das ist der entscheidende Punkt, um nicht alles aus der letzten Folge zu wiederholen.

00:05:24: Aber das Problem ist eben früher kannte man mit einem durchschnittlichen Verbrauch rechnen.

00:05:29: heute gibt es Ereignisse wie eben das Elektroauto dass plötzlich an eine elf Kilowatt Wallbox angeschlossen wird die diese Berechnungen ja fast unmöglich machen.

00:05:39: also weil das muss man verstehen diese Größe das verdoppelt den Stromverbrauch des Haushalts plötzlich

00:05:45: genau.

00:05:46: Und gleichzeitig gibt es auf der selben Netzebene jetzt auch viele Kleinerzeuger, also hauptsächlich Photovoltaikanlagen.

00:05:54: Die Strom dann gleichzeitig wieder zurück ins Netz schicken und das Elektroauto soll das ja in Zukunft auch können.

00:05:59: Also kurz – Es gibt viel mehr Verbrauch, mehr Einspeisungen, mehr Richtungswechsel, mehr Gleichzeitigkeiten.

00:06:05: Die Frage ist wie bringt man die Energie dort wo sie zur Fügung steht, wo sie gebraucht wird?

00:06:13: wenn man über die Kapazität spricht, tatsächlich ein Engpass.

00:06:16: Weil einfach über die Leitung, einfach physikalisch über den Durchmesser nicht genug Platz mehr

00:06:21: ist.".

00:06:21: Das ist der Paradigmenwechsel, über den wir hier die ganze Zeit reden – also dieses Spiel des Hin und Hers an Strom hat natürlich physikalische Grenzen!

00:06:30: Es braucht also etwas das diese Sivir war intelligent koordinieren kann… Und wobei, und das wusste ich als KI-Lei vor diesem Gespräch mit Paul Bauer auch nicht.

00:06:39: Es gibt schon in vielen Bereichen des Netzes so eine intelligente Steuerung.

00:06:43: die hat aber nichts mit KI zu tun.

00:06:47: Die Frage wie man Energie zu welchem Zeitpunkt am günstigsten kauft gegeben einem gewissen Verbrauch oder gewisse Speicherkapazitäten also unter gewissen Nebenbedingungen, das fällt an das mathematische Kapitel der Optimierung und prinzipiell ist es seit fünfzig Jahren gut geforscht.

00:07:04: Paul Bauer hat mir erzählt, dass nicht alles was komplex ist künstliche Intelligenz braucht denn man muss KI von mathematischen Optimierungen und Algorithmen unterscheiden und die funktionieren schon jetzt sehr zuverlässig.

00:07:17: also die Optimierung selbst so wie wir das machen in unserer Forschungsgruppe da hat Künstlerintelligenz eigentlich keine Chance die kommunizellen Algorithme zu übertreffen.

00:07:30: Aber wo künstliche Intelligenz sehr wohl wirken kann, ist zum Beispiel diese Lastprofile auszuwerten.

00:07:35: Und zwar viel schneller als es ein normaler Algorithmus könnte und auch viel robuster.

00:07:39: Also das ist ein Anwendungsgebiet von Künstlichen Intelligenzen.

00:07:42: Man möchte vielleicht initial annehmen dass die Künstliche Intelligence unsere Energieverbrauch optimieren wird.

00:07:50: Aber Künstlich Intelligenze ist ein sehr mächtiges Werkzeug, das aber ohne es irgendwie in eine richtige Bahn zu leiten mehr kann als ein Taschenrechner selbst.

00:08:01: Moment, also du sagst mir gerade dass die KI diese klassischen Optimierungsverfahren überhaupt nicht schlägt?

00:08:07: Nein, überhaupt nichts!

00:08:08: Nicht besser.

00:08:09: So wie ich das jetzt verstanden habe liegt eben die Stärke von KI nicht darin diese Algorithmen zu ... ähm... wie soll es sagen?

00:08:16: ersetzen sondern eine Stufe davor beim Muster erkennen, beim Auswerten, beim Prognostizieren.

00:08:23: Also sie hilft Szenarien vorauszudenken gegenüber denen einzelne Algorithme blind werden.

00:08:29: Das heißt, es geht eigentlich nicht ums Steuern sondern um's Vorhersagen.

00:08:33: KI ermöglicht es viele also riesige Datensätze zu analysieren und aus denen dann zu prognostizieren.

00:08:40: Und das gilt eben nicht nur auf der Verbraucherseite Sondern vor allem auch auf der Erzeugungsseite.

00:08:45: Denn mit den vielen erneuerbaren Energien die jetzt gerade ins Netz kommen wird plötzlich ein besonderer Faktor extrem wichtig... ...das Wetter.

00:08:54: Bisher war es halt so dass komventionelle Kraftwerke allenfalls fossil nicht davon abhängig waren, wie das Wetter war.

00:09:04: Also die Meteorologie spielt auf einmal eine noch deutlicher und stärkere ausgeprägte Rolle als bisher in der

00:09:10: Energieproduktion.".

00:09:11: Und genau an diesem Punkt wird künstliche Intelligenz für die Netzbetreiber interessant?

00:09:17: Die

00:09:17: bedienen sich natürlich der künstlichen Intelligenzen soll.

00:09:19: Die haben viele Wetterdaten über viele Jahre hinweg, die haben viele Veränderungen In der Rent zu lernen, das kann kein kommunizeller Algorithmus begreifen.

00:09:30: Auch kein Mensch.

00:09:31: Dann hofft man dann auf einen gewissen Algorithmos den man KI basiert nennt.

00:09:38: Also zu meiner Überraschung ist es im Gespräch mit Baubauer dann tatsächlich sehr viel um das Wetter gegangen, denn da gibt's viele Hoffnungen die in die KI gesteckt werden.

00:09:48: Denn Wetter ist extrem regional und deswegen sehr kompliziert vorauszusagen also viel komplizierter wie man als Laie glauben würde.

00:09:56: Ich kann mich erinnern an die Folge mit Andreas Jäger Die Folge zum Meteorologen wo ich das verstanden habe.

00:10:00: Wie wahnsinnig kompliziertes ist das Wett davor herzusehen?

00:10:04: Er hat ja erklärt, dass in jedem Tal oder in jedem Raum ein anderes Wetter herrscht.

00:10:08: Genau lokal ist es eben extrem kompliziert wirklich zu wissen welches Wetter es geben wird.

00:10:14: aber gerade auf dieser Ebene wird das immer wichtiger zu wissen wie das Wetter ist weil es jetzt gerade auch sehr viele neue Energiegemeinschaften gibt und die brauchen ganz genauer regionale Voraussagen um richtig miteinander planen zu können.

00:10:28: Das ist sehr unerwartet und macht total Sinn dass die KI für die Wetterprognosen eingesetzt wird, um Produktion und Verbrauch richtig matchen zu können.

00:10:38: Ja weil das ist ja ausschlaggebend dafür ob seine Energiegemeinschaft auch richtig funktioniert für alle Beteiligten?

00:10:44: Tatsächlich gibt es da weiterhin Ausbaupotenzial nicht.

00:10:48: derzeit ist es halt so wenn der Nachbar den PV-Überschuss drum ist braucht dann kann man den halt beziehen.

00:10:52: okay Es gibt aber derzeit noch keine Absprache

00:10:56: wie... ähm..

00:10:59: Es gibt derzeit keine Absprüche Wann man vielleicht einen Verbraucher, wie ein Elektroauto oder eine Ladestation auftreten sollte?

00:11:08: Oder wann die Strom abgeben sollte.

00:11:10: Also das ist wirklich eine Art Hock-Entscheidung.

00:11:13: Wer hat Energie, wer könnte sie zum günstigsten Preis kaufen oder fair kaufen?

00:11:18: aber es gibt noch keine Planung dahinter.

00:11:20: und genau an dem forscht Paul Bauer, also in seiner Forschungsgruppe an der TU werden genau solche Konzepte und Algorithmen entwickelt die regionale Lösungen bieten sollen.

00:11:30: Das ist ja total interessant.

00:11:31: das heißt eigentlich es wird nicht eine große sagen wir allwissende Strom KI für Österreich gebaut sondern jeweils ein Modell dass an regionalen Daten trainiert wird oder?

00:11:41: Unterschiedliche Regionen unterschiedliche Aufgaben und sogar eben auch unterschiedliche Modelle werden da herangezogen.

00:11:49: Und weil ich mir natürlich auch vorgestellt, dass es dann eine große KI gibt.

00:11:54: Also ein großes KI-Modell für Österreich gibt.

00:11:57: Wie genau das sein sollte?

00:11:59: Keine Vorstellung davon gehabt.

00:12:00: Für Europa vielleicht sogar!

00:12:01: Genau und die managt dann quasi das komplette Stromsystem nur... Das hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun.

00:12:08: Den allen Algorithmus der österreichischen Energie beispielsweise jetzt steuern wird den wird's nicht geben allein schon weil da Sensoren ein großes System sein müsste, dass wenn der Ausfeldern ist, es find's da schwarz.

00:12:22: Deswegen wird das immer verteilt bleiben.

00:12:24: Es wird immer verschiedene Instanzen geben die miteinander reden und in manchen Regionen steht vielleicht einfach geografisch viel Wasserkraft zur Verfügung, in manchigen Regionen gibt es jetzt schon viele Elektroautos, weil sich das von der Struktur der Stadt anbietet.

00:12:44: Deswegen bastelt man sich derzeit so, zusammen mit einer Universität in der Regel oder einem sehr großen Industriepartner die passende Lösung zu sammeln.

00:12:52: So gibt es dann nicht das eine System sondern irgendwie ein Fitter-System.

00:13:00: Genau deswegen wird der Einsatz von KI jetzt gerade erst ganz klar abgesteckt sein und das hat sich aber auch sehr schnell gezeigt braucht es neben dem klaren Verständnis davon, wo wir so ein KI-System überhaupt einsetzen können.

00:13:15: Also was ihn macht?

00:13:16: Dann nehme ich aber vor allem eines nämlich

00:13:19: Daten

00:13:20: und zwar sehr viele Daten.

00:13:22: Denn soweit man sagt das Netz müsste intelligenter werden, sagt man eigentlich auch dass Netz braucht mehr Informationen.

00:13:30: Wir brauchen Daten, wir brauchen Informationen.

00:13:32: Die größte Hürde ist immer Informationen tatsächlich zu bekommen Ein Algorithmus zu bauen der ein Problem löst Nur vermeintlich schwierige Sachen, die braucht Zeit nicht.

00:13:40: Aber ohne Daten ist es quasi wie die Nadel im

00:13:43: Heuhaufen.".

00:13:44: Also die eigentliche Schwierigkeit ist nicht die Intelligenz sondern der Zugang zur Realität?

00:13:49: Genau das ist schön ausgedruckt.

00:13:53: Und wie viele Daten wo an wen übermittelt werden ist natürlich immer auch eine Frage von Datenschutz und da wird das wichtigste Instrument dieser ganzen Datensammlung Deswegen dann auch plötzlich zu einer politischen Frage.

00:14:07: Denn so ein Smart-Mieter ist nicht nur einfach ein technisches Messgerät, es macht den Alltag lesbar.

00:14:13: also man kann damit auslesen ob...

00:14:16: Ob jemand zu Hause ist natürlich welcher Gebrauchsmuster er hat.

00:14:20: auf der anderen Seite ist diese Information enorm wertvoll und enorm wert voll im Sinne von wie man Energie planen kaufen speichern und verkaufen kann.

00:14:31: Deswegen ist das eben alles viel mehr wie eine Technikfrage.

00:14:36: Also es geht hier eigentlich nicht um Stromflüsse, sondern um Lebensmuster.

00:14:40: Aber genau diese Lebensmusters sind's dann aber auch die der künstlichen Intelligenz überhaupt ihre Intelligenze geben können.

00:14:47: und das führt eigentlich darauf hinaus dass wir in Zukunft als Konsumentinnen und Konsumenten möglicherweise ein Tauschgeschäft machen werden.

00:14:57: ich denke Es wird vielleicht.

00:14:59: irgendwann einmal wird man dann als Konsument, Konsumenten vor der Entscheidung stehen.

00:15:05: Teilt man es in den Daten?

00:15:07: Also auch im Sinne von lasst man sein Elektroauto laden oder entladen um dem Netzbetreiber eben die Chance zu geben lass Spitzen abzufangen und bekommt dafür eine Remuneration in welche Ausprägung immer.

00:15:22: oder teile ich meinen privaten Haushaltsverbrauch verpflichte ich mich, diesen Verbrauch in einem gewissen Rahmen zu halten und gewisse Leistungsspitzen nicht zu über oder zu unterschreiten.

00:15:34: Oder mache ich das nicht?

00:15:35: Und bin bereit quasi diese Information privat zu halten oder diese Freiheit zu nehmen und muss ihnen an der Art und Weise dafür

00:15:40: bezahlen?".

00:15:41: Also entweder ich teile meine Daten und zahle dafür wenige Energiekosten oder ich mach' es nicht und zahl' dafür mehr für den

00:15:47: Strom.".

00:15:49: Genau!

00:15:49: Das gibt dann quasi einen Anreiz dafür dass du deine Daten hergibst, weil ohne diese Daten ist natürlich diese intelligente Steuerung nicht möglich und das bedeutet wiederum, dass die Netzkosten höher sind.

00:16:00: Ja ich an dich weiß nicht ob ich das gut finde?

00:16:03: Ja schon aber warum eigentlich?

00:16:06: Weil ich habe mich da selber gefragt auch in meinem Gespräch mit ihm habe so ein leicht gruseliges Gefühl bekommen.

00:16:11: Aber dann eigentlich ja wenn Du wirklich drüber nachdenkst du teilst Deine Daten jetzt schon immer und überall Die ganze Zeit.

00:16:22: Das wirkt vielleicht schockierend oder erschreckend, aber wir tragen alle ein Telefon mit uns herum wo wir bekanntermaßen ja quasi ununterbrochen abgehört und mitgemessen werden.

00:16:35: Unser Internetkonsumverhalten unsere Position unser Telefon Verhalten wird auch von irgendjemandem mit gelesen und gewissermaßen wenn man Heutzutage ist ein Telefon nicht verwendet, um sich eben von diesem Mittracken zu entlösen.

00:16:58: Bühst man da einen Teil an sozialem Leben oder einfach in der Gesellschaft ein?

00:17:04: Und das gilt vermutlich auch in ein paar Jahren für das Energiesystem und man muss zumindest dafür bezahlen!

00:17:11: Ja eigentlich schon krass dass wir uns beim Smartphone einfach total daran gewöhnt haben... alle Daten herzugeben?

00:17:18: Es wird immer nur dann gruselig, wenn man bewusst drüber nachdenkt.

00:17:22: Also in Wirklichkeit und das muss man einfach so sagen wir brauchen heutzutage ein neues Verständnis von Privatsphäre weil die Daten über unseren Stromverbrauch sind im Gegensatz zu den Daten, die wir über unser Smartphone einfach her schenken tatsächlich für die Gesellschaft als ganzes extrem nützlich.

00:17:39: Und dieser Umbauer, den wir da vornehmern, der soll ja nicht nur das Klima schützen sondern auch endlich und hoffentlich sehr schnell uns unabhängig von Öl- und Gasimporten machen.

00:17:48: Das Schräge ist ja, dass wir so sehr darüber nachdenken wie viel Daten wir mit dem Staat oder mit der EU teilen aber nicht wieviel wir mit US-amerikanischen Konzernen teilen?

00:17:58: Ja eigentlich total verrückt in Wirklichkeit!

00:18:04: Das sind aber Fragen die gesellschaftlich relativ schnell sortieren sollten.

00:18:08: Denn Paul Bauer, der arbeitet ja selbst gerade täglich mit KI-Werkzeugen und kennt deswegen auch das Tempo der Entwicklungen.

00:18:16: Und die Geschichte dieser künstlichen Intelligenz ist nicht nur eine Geschichte der Technik sondern auch des Tempos, mit dem sie umgesetzt wird.

00:18:24: Es ist wirklich erstaunlich wenn ich mit der Künstliche Intelligenze zwei Wochen lang arbeite und dann kommt mein Arbeitskollege und sagt mir, probier mal das!

00:18:35: aus den Prozessen, die ohne künstliche Intelligenz zwei Wochen gedauert haben für die ich mit künstlichen Intelligenzen eine Tage gebraucht habe.

00:18:43: Die dauern jetzt wirklich nur mehr fünf Minuten weil ein neues Modell draußen ist oder weil es da irgendeiner einen neuen Kniff gibt.

00:18:50: also am PASTER Zeit, am Prüfungszeit zu bleiben.

00:18:53: das ist wirklich eine Challenge geworden nicht den Anschluss zu verlieren und dass sowohl ich mich gerne mit diesen Sachen auseinandersetze.

00:19:01: Also an die.

00:19:01: für mich steht eine Frage im Raum Wo führt uns das alles hin?

00:19:06: Ja, Iris.

00:19:07: Die können wir leider nicht beantworten.

00:19:08: wenn die Wirklichkeit wissen wird es auch nicht genau.

00:19:12: Ich bin sicher kein Feind von der Technologie aber gerade jetzt mit günstlichen Erlehens dass ist quasi in den letzten zwanzig Jahren nach dem Telefon so sicher die größte Friktion wie wir Menschheit denken dürfen wir nicht vergessen und nicht aus Bequemlichkeit einfach vollständig in die Kontrolle von künstlicher Intelligenz begeben.

00:19:39: Und ich meine, gewissermaßen so war es mit sozialen Netzwerken auch, so war's mit Telefonieren, so was mit allen Arten von Technologie nicht.

00:19:46: aber man muss halt einen gesunden Weg damit finden... damit auszukommen sowohl als Person also auch als Institution oder einfach gesellschaftlich weil Verwehren zumindest bei Künstliche Intelligenzen kann man sich ja nicht ist auch nicht notwendig in Wirklichkeit.

00:20:04: Also ich versuche zusammenzufassen, man wird sich der KI auch im Stromnetz nicht verweigern können.

00:20:10: also die Frage ist nicht ob die KI ins Energiesystem kommt?

00:20:13: Die Frage ist eher unter welchen Regeln kommt sie mit welchen Daten und welche Kontrolle?

00:20:20: was noch?

00:20:20: Ja und den besten Interesse natürlich auch.

00:20:23: Und viele Themen haben wir heute auch überhaupt nicht besprochen, wie beispielsweise die Frage nach Datenhoheit oder Sicherheit.

00:20:31: aber das ist der Elefant im Raum wenn es um Thema KI geht auch nicht über die Paradoxie dieser Technologie denn einerseits versprechen wir uns von ihr dass sie uns dabei hilft das Stromnetz zu optimieren also besser mit unserem Energiehaushalt umzugehen und andererseits Braucht diese Technologie für Training und dann aber auch Einsatzummengen an Ressourcen?

00:20:56: Und genau deswegen haben wir uns dazu entschlossen eine Doppelfolge zu machen, um diesen Fragen in der nächsten Folge hinterherzugehen.

00:21:02: So das war es heute von Folge Wirkung!

00:21:05: Herzlichen Dank fürs Zuhören.

00:21:07: Eine Sache sollten wir vielleicht noch sagen, um der KI zu helfen diesen Podcast anderen Leuten vorzuschlagen oder den Algorithmen.

00:21:13: Es muss nicht keine KI sein.

00:21:15: Würden wir uns von euch etwas wünschen?

00:21:17: Nämlich bewertet diesem Podcast bitte mit fünf Sternen in eurer Podcast-App!

00:21:22: Vielen Dank!

00:21:23: Ja und damit sagen wir Tschüss,

00:21:24: oder?!

00:21:25: Ja und bis zum nächsten Mal!

00:21:26: Tschüß.

00:21:31: Folgewirkung ist der Podcast des österreichischen Klima- und Energiefonds.

00:21:35: Der Klima und Energifonds unterstützt Ideen, Konzepte und Projekte in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Mobilität, Marktdurchdringungen und Bewusstseinsbildung.

00:21:43: Mehr Informationen auf www.klimafond.gv.at.

00:21:48: Alle Informationen zum Podcast findet ihr auf www..folgewirkung.at.

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